Ein Modell des bildnerischen Denkens

Unsere Kultur basiert auf dem Umgang mit Bildern. Trotzdem sind bislang die spezifischen Denkprozesse, die für die Bildbetrachtung und -gestaltung nötig sind, wenig untersucht. Dies hat u. a. zur Folge, dass auch das Erlernen von Bildbetrachtung und -gestaltung vielfach falsch eingeschätzt  wird. Es fehlt eine genaue Analyse der spezifisch bildnerischen Probleme in beiden Prozessen. Um diese Probleme genau von anderen Problemen unterscheiden zu können, muss unser betrachtender und gestaltender Umgang mit Bildern und das dafür nötige Denken genau untersucht werden. Diesem spezifischen Denken geht die Projektgruppe „Denken und bildnerisches Gestalten“ an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) aktuell auf den Grund.

Warum Bilder als Bilder gesehen werden

Variationen einer Komposition: Verbildlichung eines Denkprozesses des Bildnerischen Denkens.

Gegenstand der Untersuchung sind Kernfragen wie: Warum werden Bilder als Bilder gesehen? Was heißt es, ein Bild zu betrachten und zu gestalten? Welche spezifischen Denkprozesse müssen für das Verstehen eines Bildes angestoßen werden? Welche Rolle können allgemeine Regeln bei diesen Prozessen spielen und wo sind ihre Grenzen? Ziel der Untersuchung ist die begriffliche Bestimmung von „bildnerischem Denken“ sowie die Entwicklung eines entsprechenden Modells. Dieses Modell liefert eine Analyse der spezifisch bildnerischen Probleme und legt damit die enge Verwandtschaft von Bildbetrachtung und Bildgestaltung offen. Geleitet wird das Projekt von PD Dr. Peter Bernhard (Institut für Philosophie) und Goda Plaum.

Kontakt

Haben Sie Fragen zum Verbundforschungsprojekt?
Kommen Sie gerne auf uns zu:
Erna Müller
Tel. 0911 / 9365-745
E-Mail: erna.mueller(at)staedtler.de