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Weltkindermaltag

Am 6. Mai ist Weltkindermaltag!

Weltkindermaltag 2017

In deutschen Kinderzimmern spielt Malen und Zeichnen heute oft keine große Rolle: Bei Kindern haben digitale Medien das kreative Gestalten als Freizeitbeschäftigung überholt – Eltern unterschätzen laut einer aktuellen Umfrage die Bedeutung des Malens und Zeichnens. 

Zum Weltkindermaltag am 6. Mai rufen wir nun dazu auf, den Umgang mit Stift und Papier wieder großzuschreiben. Denn das bunte Hobby macht Kinder fit für die Zukunft.

Herr Axel Marx, Geschäftsführer STAEDTLER Gruppe

„Mit dem Weltkindermaltag wollen wir dazu beitragen, dass Kinder ihre Freude am kreativen Gestalten entdecken – und damit Fähigkeiten entwickeln, von denen sie ein Leben lang profitieren können.“

Axel Marx ist Geschäftsführer der STAEDTLER Gruppe. Er zeichnet am liebsten seine Gedanken auf Papier oder Flipcharts, um diese für sich und für andere sichtbar zu machen und sich im Anschluss selbst daran zu erinnern.

Annika Lohstroh/Medienbüro Lohstroh+Thiel
Michael Thiel, Annika Lohstroh/Medienbüro Lohstroh+Thiel

„Ich finde den Weltkindermaltag ganz wunderbar, denn er kann Eltern und Kindern den Anstoß geben, das Malen wieder stärker in ihren Alltag zu integrieren. Einfach mal zusammen mit Stift und Papier abschalten, in phantasievolle Welten abtauchen und gemeinsam Spaß haben. Wenn sich Mamas und Papas auf der ganzen Welt mit ihren Kindern bewusst Zeit dafür nehmen, werden sie schnell merken, wie toll das ist. Es kann eine richtige Erholungsoase im Alltag sein, die dann hoffentlich einen festen Platz in jeder Woche erhält.“

Michael Thiel ist Diplom-Psychologe, unter anderem mit dem Schwerpunkt Kinder- und Jugendpsychologie.
Er schreibt am liebsten mit dem Füller, den er sich vor vielen Jahren zu einem besonderen Anlass gekauft hat. 

Erhard Dietl ©Oetinger, Foto: Jörg Schwalfenberg
©Oetinger, Foto: Jörg Schwalfenberg

„Der Weltkindermaltag wird nicht nur allen Kindern, sondern auch den Eltern viel Freude bereiten. Sicher bekommt man dabei Inspirationen und Anregungen, die nachhaltig wirken und den Alltag kreativ bereichern können. Sich bildnerisch auszudrücken ist ein Grundbedürfnis. Wenn Kinder in Bildwelten versinken, ihrer Phantasie freien Lauf lassen und dabei entspannt zur Ruhe kommen – wie wunderbar!“

Erhard Dietl ist deutscher Illustrator und Kinderbuchautor. Schon als Kind hat er sich gerne  Geschichten ausgedacht und Bilder dazu gezeichnet. Dafür benutzt er heute noch am liebsten einen Bleistift in Stärke 2B.

Mitmachen

Kleine Köpfe, große Ideen

Weltkindermaltag 2017

Mit einem Wettbewerb zum Weltkindermaltag rufen wir Kinder dazu auf, kreativ zu werden und mal wieder zum Stift zu greifen. 

Ganz nach dem Motto „Kleine Köpfe, große Ideen“ können Kinder mit selbstgemalten Bildergeschichten zeigen, wie sie sich das Leben in der Zukunft vorstellen.
Unter allen eingereichten Ideen-Bildergeschichten wählt eine Jury die Gewinner.

Der Preis: In einem Workshop können die Gewinnerkinder selbst daran mitwirken, aus ihren Bildern digital animierte Geschichten zu machen. So können sie erleben, wie eng analoges Zeichnen und digitale Medien zusammenhängen – und wie sie die Ideen in ihren Köpfen zum Leben erwecken können. 

Weltkindermaltag 2017

Mitmachen – so geht’s:

  1. Stifte und Papier schnappen
  2. Bildergeschichte über die Zukunft ausdenken und los malen 
  3. Das Kunstwerk mit Mama und Papa begutachten und einsenden
  4. Gewinnen und echter Geschichten-Erzähler werden

Ab sofort sind alle Kinder von 4 bis 14 Jahren dazu aufgerufen, mit Bildergeschichten zu zeigen, wie sie sich ihr Leben in der Zukunft vorstellen. Zeigt uns eure Ideen für die Welt von morgen und nehmt am Wettbewerb des Weltkindermaltags teil. Eure Bildergeschichte kann dabei gerne aus mehreren Bildern bestehen. 

Unter dem Stichwort „Kleine Köpfe, große Ideen“ könnt ihr eure Bilder bis zum 31. Mai per Post oder über den Website-Upload einreichen. Dazu müsst ihr einfach das Anmeldeformular ausfüllen, von euren Eltern unterschreiben lassen und es gemeinsam mit eurer Bildergeschichte abschicken. 

Unter allen eingereichten Bildern wählt eine Jury jeweils drei Gewinner aus drei verschiedenen Alterskategorien (4-6 Jahre, 7-10 Jahre und 11-14 Jahre) aus. Zu gewinnen gibt es unter anderem viele bunte Kreativsets, Olchi-Bücher und Kinokarten für einen Animationsfilm. Für einen Gewinner winkt sogar die Teilnahme an einem Workshop. Hier kann die oder der kleine glückliche Geschichtenerzähler/in die Entstehung eines Animationsfilms von der Zeichnung auf dem Papier bis hin zur Figur auf der Leinwand hautnah miterleben.

STAEDTLER Mars GmbH & Co. KG
Stichwort: Kleine Köpfe, große Ideen
Moosäckerstraße 3
90427 Nürnberg

Anmeldeformular

Teilnahmebedingungen

Bilder und Anmeldeformular hier hochladen

Einfach Bilder und unterschriebenes Anmeldeformular einscannen oder abfotografieren und über unseren Upload-Link hochladen. 

Rückblick

Der Weltkindermaltag fand in diesem Jahr unter dem Motto "Kleine Köpfe, große Ideen" statt. Kinder groß und klein nahmen daran teil. 

Gewonnen hat Cinja (7 Jahre) aus Gnarreburg.

Die Bildergeschichte von Cinja gefiel der Jury besonders gut. Denn in ihrer Geschichte wurde ein kleiner Roboter der Zukunft gerettet.

Cinja (7 Jahre) aus Gnarreburg

Gewonnen hat Antonia (9 Jahre) aus Nürnberg.

Die Bildergeschichte von Antonia gefiel der Jury besonders gut. Denn ihre Geschichte zeigt ihre eigene Zukunft, denn sie will Tierärztin werden!

Antonia (9 Jahre) aus Nürnberg

Gewonnen hat Charlotte (7 Jahre) aus Herzogenaurach.

Die Bildergeschichte von Charlotte zeigt die Zukunft mit einem fliegenden Roller und fliegenden Autos. 

Charlotte (7 Jahre) aus Herzogenaurach

Malen und Pädagogik

Was hat Malen mit der Entwicklung von Kindern zu tun?

Weltkindermaltag 2017

Malen und Zeichnen wird vor allem mit Kreativität in Verbindung gebracht. Doch wenn Kinder zum Stift greifen, passiert noch viel mehr. Malen trainiert Feinmotorik, Wahrnehmung und analytisches Denken – und stärkt dadurch Gehirnstrukturen für erfolgreiches Lernen. Gleichzeitig kommen Kinder durch die Konzentration auf das eigene Bild und den selbstbestimmten Umgang mit Farben, Formen und Motiven zur Ruhe.

Weltkindermaltag 2017 Infografik

Zahlen, Daten, Fakten

Umfrage-Ergebnisse und weitere Daten zur Bedeutung des Malens und Zeichnens zeigt unsere Infographik im Überblick.

Zur Infographik

Weitere Informationen und Hintergründe zum Thema finden Sie in den folgenden Abschnitten.

Michael Thiel, Foto: Annika Lohstroh/Medienbüro Lohstroh+Thiel
Michael Thiel, Foto: Annika Lohstroh/Medienbüro Lohstroh+Thiel

„Malen ist für Kinder Gehirnjogging und Meditation in einem“

Welche Fähigkeiten werden durch Malen und Zeichnen trainiert – und wie wirkt sich das auf das Gehirn aus? Können  sich Malen und Zeichnen auch positiv auf das sonstige Verhalten eines Kindes auswirken? Wie können Eltern ihre Kinder ermuntern zu malen oder zu zeichnen? Gibt es einen Unterschied zwischen dem Zeichnen mit Stift und Papier und dem mit digitalen Malprogrammen?

Michael Thiel ist Diplom-Psychologe, unter anderem mit dem Schwerpunkt Kinder- und Jugendpsychologie. Im Interview mit STAEDTLER erklärt er, warum Malen und Zeichnen so wichtig für die kognitive und emotionale Entwicklung eines Kindes ist – und was digitales Zeichnen für ihn mit Fischstäbchen zu tun hat. 

Zum Interview

Weltkindermaltag 2017

Malen macht schlau

Brauchen Kinder im digitalen Zeitalter noch Pinsel, Buntstifte und Papier? Die Forschung sagt: Ja. Wenn Kinder mit Stift und Farben hantieren, entstehen mehr als bunte Bilder: Feinmotorik, kognitive Fähigkeiten, Kreativität, Kommunikationsvermögen und Selbstbewusstsein werden gestärkt. Bildung und Bilder sind eng miteinander verknüpft.

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Weltkindermaltag 2017

Malen entspannt und fokussiert

Unbestritten ist: Kinder lieben bunte Bildschirme. Was hat ein leeres Blatt dagegen zu bieten? Ungeahnte Möglichkeiten, sagen Forscher verschiedener Disziplinen. Wenn Kinder malen oder zeichnen, tun sie sich unmittelbar Gutes. Die Beschäftigung hilft, zu entspannen und fördert die Konzentration. 

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Michael Thiel

Diplom-Psychologe Michael Thiel im Interview

„Malen ist für Kinder Gehirnjogging und Meditation in einem“

Michael Thiel ist Diplom-Psychologe, unter anderem einem Schwerpunkt in Kinder- und Jugendpsychologie. Im Interview mit STAEDTLER erklärt er, warum Malen und Zeichnen so wichtig für die kognitive und emotionale Entwicklung eines Kindes sind – und was digitales Zeichnen für ihn mit Fischstäbchen zu tun hat. 

Im Überblick:

  • Welche Fähigkeiten werden durch Malen und Zeichnen trainiert – und wie wirkt sich das auf das Gehirn aus?
  • Können sich Malen und Zeichnen auch positiv auf das sonstige Verhalten eines Kindes auswirken?
  • Wie können Eltern ihre Kinder ermuntern, zu malen oder zu zeichnen?
  • Sehen Sie einen Unterschied zwischen dem Zeichnen mit Stift und Papier und dem mit digitalen Malprogrammen?

Das komplette Interview auch hier zum Download

Herr Thiel, welche Fähigkeiten werden durch Malen und Zeichnen trainiert? 

Michael Thiel: Das Offensichtlichste ist, dass Zeichnen die Feinmotorik eines Kindes trainiert. Schon das Zusammenspiel zwischen Daumen und Zeigefinger, um den Stift zu halten und zu führen, ist Höchstleistung für das Gehirn – gerade bei kleinen Kindern. Und Intelligenz, so wissen wir, hängt stark mit der Fähigkeit zusammen, den Körper zu kontrollieren und auch gezielte, sichere Bewegungen auszuführen. Die feinmotorischen Bewegungen beim Zeichnen stärken bestimmte Gehirnstrukturen und daraus entwickelt sich nachher eine Intelligenzleistung, die auch Auswirkung auf andere kognitive Fähigkeiten hat. Beim Zeichnen und Malen legen Kinder daher die Grundlage auch für das Erlernen von Lesen, Schreiben und Rechnen. 


Wie wirken sich Malen und Zeichnen auf das Gehirn aus? 

Michael Thiel: Zeichnen und Malen sind Trainingsfelder für das Gehirn. Je öfter ein Kind mit Stiften und mit Pinseln zeichnet und malt, umso mehr werden im Gehirn die Verknüpfungen zwischen Nervenzellen verstärkt. Man hat bei Erwachsenen, und das wird für Kinder genauso gelten, mittels Computertomografie tatsächlich feststellen können, dass sich die Gehirnstruktur durch das Zeichnen und Malen verändert hat. Zeichnen und Malen haben zu einer Steigerung der neuronalen Verbindungen geführt. Das ist sensationell. Denn, je mehr Verbindungen im Gehirn existieren und je besser diese vernetzt sind, umso besser ist später die Fähigkeit, logisch zu denken und Transferleistungen auf unbekannte Gebiete auszuführen. Kurz gesagt: Wer früh mit Stift und Pinsel umgehen kann, kann später leicht den Umgang mit Schraubenzieher, Kochmesser oder Nähmaschine lernen. Da ist der Schritt zum Autofahren und Computerbedienen leicht. Neben Spaß und Freude hat Zeichnen und Malen tatsächlich fast einen direkten Effekt auf unsere Gehirnstruktur.


Welche Auswirkung haben Malen und Zeichnen noch auf die kognitive Entwicklung des Kindes? 

Michael Thiel: Je mehr ein Kind zeichnet, umso genauer wird es sich ein Bild von der Welt machen können, die es umgibt. Malen und Zeichnen schärfen die Wahrnehmungsfähigkeit und das analytische Denken. Denn um etwas abzubilden, muss sich ein Kind diese Sache ja nicht nur genau anschauen, sondern auch analysieren, was die charakteristischen Merkmale sind und altersgemäß begreifen, wie es funktioniert. So ein einfaches Gesicht nach dem Motto „Punkt, Punkt, Komma, Strich – fertig ist das Mondgesicht“ sieht simpel aus – aber dafür muss ein Kind erst mal die Transferleistung machen, dass Auge, Nase, Mund in genau dieser Anordnung ein Gesicht ausmachen und einen Menschen darstellen. Andersrum: Es entsteht Abstraktionsvermögen. Wenn Kinder älter werden, sieht man an den immer detaillierter werdenden Bildern, dass sie eine immer genauere Vorstellung von ihrer Umwelt haben – und daraus auch eigene, neue Vorstellungen entwickeln. 


Wie wichtig ist Zeichnen für das spätere Erlernen des Schreibens?

Michael Thiel: Zeichnen ist eine gute Vorübung für das Stifthalten, das Bewegen, das kontrollierte Aufsetzen auf Papier. Einem Kind, das vorher ausgiebig gemalt und gezeichnet hat, fällt es in der Regel wesentlich leichter zu schreiben, als einem Kind, das damit vorher kaum Erfahrungen gemacht hat. Wenn das Gehirn diese Verbindungen schon aufgebaut hat, dann ist für dieses Kind das Schreiben eigentlich nur eine andere Form von Zeichnen. 


Können sich Malen und Zeichnen auch positiv auf das sonstige Verhalten eines Kindes auswirken?

Michael Thiel: Eindeutig Ja! Interessant ist, dass Malen und Zeichnen Einfluss auf das Selbstbewusstsein haben können. Zum einen kann ein Kind beim Malen dieses wunderbare Gefühl erleben, dass es etwas produzieren kann, was ihm selbst oder auch anderen Freude macht. Und das Wunderbare dabei ist, dass das alles aus seinem Kopf entstanden und mit seinen eigenen Händen auf Papier gekommen ist. Das stärkt das Selbstbewusstsein und das Selbstwertgefühl. Dazu kommt: Je sicherer ich in meiner Feinmotorik und meinem Körper bin, umso sicherer und selbstbewusster kann ich andere Situationen meistern. Aus psychologischer Sicht spricht man auch von Selbstwirksamkeit. Das heißt: Durch das Gehirn-Training beim Malen und Zeichnen hat man das Gefühl, etwas im Leben und der Umgebung bewirken zu können, und die Angst vor kleineren Herausforderungen oder komplizierten Angelegenheiten verschwindet. Dieses Gefühl der Selbstwirksamkeit macht das Leben für Kinder positiver und überschaubarer. Wenn ein Kind malt oder zeichnet, beobachtet es automatisch seine Umwelt genauer. Es lernt, sie besser zu verstehen und entwickelt ein Zugehörigkeitsgefühl zum Beispiel zu seinem Elternhaus oder der Familie.


Viele Erwachsene haben Malen für sich entdeckt, um zu entspannen. Funktioniert das auch bei Kindern?

Michael Thiel: Malen und Zeichnen können ein regelrechter Rückzugsort für alle sein. Sich hinsetzen, vor sich hinmalen, ganz so wie man gerade will und kann – da können Kinder richtig zur Ruhe kommen. Und je öfter sie das machen, desto besser. Wissenschaftler haben per Computertomografie im Gehirn Erwachsener eine Art Stressresistenz während des Malens und Zeichnens festgestellt. Das heißt, die Fähigkeit, mit negativem Stress umzugehen und diesen zu kontrollieren, kann durch Zeichnen und Malen schon früh trainiert werden. Forscher haben herausgefunden, dass das so ähnlich funktioniert wie bei einer Meditation: Sie konzentrieren sich auf das Bild, auf das Zeichnen und auf den Stift und vergessen dabei die Welt um Sie herum. Man kann dadurch in eine sogenannte Flow-Phase gelangen. Das ist die optimale Balance im Gehirn zwischen Anspannung und Entspannung. Man fühlt sich emotional ausgeglichen. Wenn man Kindern beim Malen und Zeichnen zusieht, erkennt man in der Regel, wie sie in sich versunken sind und ihre Außenwelt gar nicht mehr wahrnehmen. Dieser Zustand beim Malen ist wie eine Erholungsoase für das Gehirn – eine, ohne Nebenwirkungen und eine, die ein Kind immer wieder und auch später als Erwachsener aufsuchen kann und möchte.


Drücken Kinder durch ihre Bilder auch etwas aus?

Michael Thiel: Kinder malen oft, was ihnen gerade durch den Kopf geht – man kann dann in den Bildern sehen, was sie beschäftigt. Und sie können ihren inneren Seelenzustand und ihre Gefühle durch das Malen ausdrücken oder auch einfach Spannung abbauen. Wenn ein Kind aus der Schule kommt und vielleicht ein Mitschüler blöd zu ihm war, setzt es sich an ein Blatt Papier und krickelt einfach mal drauf los. Das ist fast schon therapeutisch, es entlastet die Seele. Alles, was ein Kind auf diese Art und Weise ausdrücken und abbauen kann, frisst sich nicht in der kleinen Seele fest. Gut ist, wenn ein Kind dann noch das Glück hat, Eltern oder andere Menschen um sich zu haben, die mit ihm über seine Bilder reden. Bilder sind eine gute Möglichkeit, mit einem Kind ins Gespräch zu kommen. Einfach mal fragen: Was passiert da auf deinem Bild? Erzähl doch mal, was du da gezeichnet hast.


Wie können Eltern ihre Kinder ermuntern, zu malen oder zu zeichnen?

Michael Thiel: Erster Punkt: Je früher, umso besser! Zweiter Punkt: Lernen am Modell. Auch als Erwachsener öfter mal Stifte benutzen und Dinge skizzieren. Drittens: Gemeinsam macht es Spaß. Bereits im Kleinkindalter schaffen Malen und Zeichnen zusammen mit den Eltern neben dem Flow innige und fröhliche Momente. Wecken Sie ruhig wieder das Kind in sich. Viertens: Auch, wenn das vielleicht ganz simpel klingt – Kinder brauchen altersgerechte Utensilien. Erst gröbere Stifte, dann vielleicht auch einen vernünftigen Malkasten. Fünftens: Stifte, Papier, ruhig auch mal eine Tapetenrolle, Karton oder buntes Papier – diese Materialien sollten immer parat liegen. Dann kann das Kind jederzeit seiner Phantasie und Kreativität freien Lauf lassen. 

Erfolgsdruck und Bewertungen haben beim Malen und Zeichnen nichts verloren – denn allein das Versinken, der Flow Effekt und der Moment der Kreativität beim Kind sind das Entscheidende und sollten Eltern freuen. Es wäre so schön, wenn diese kindlichen Kunstsessions – ähnlich wie Musik und andere kreative Beschäftigungen – Passionen wecken und auch langfristig implementieren könnten. Denn, wenn Eltern ihrem Kind schon früh den Spaß am Zeichnen und Malen beibringen, kann es vielleicht ein Leben lang Kulturtechniken auch als mentalen Erholungs- und Rückzugsort nehmen.


Sehen Sie einen Unterschied zwischen dem Zeichnen mit Stift und Papier und dem mit digitalen Malprogrammen?

Michael Thiel: Ja! Und wie! Auf Papier müssen Kinder mit Stiften und Pinseln den richtigen Druck finden und aufpassen, dass sie nicht kleckern oder über den Rand des Blattes malen – das ist feinmotorisch wesentlich anspruchsvoller. Zu diesen haptischen Erfahrungen kommt das gute Gefühl, selbst etwas unmittelbar Greifbares geschaffen zu haben, das man zeigen, verschenken oder aufhängen kann. Das stärkt das Selbstbewusstsein. Wenn man so will, kann man die digitale Kost mit einem Fischstäbchen vergleichen. Denn es hat keine Gräten, es schmeckt immer gleich und damit kann man das Kind irgendwie auch kurzfristig glücklich machen. Das Tuschen mit Wasser oder das Anspitzen von Buntstiften ist dann eher wie ein Fisch mit Gräten. Da kann man sich auch mal verschlucken, da bricht mal eher etwas ab oder man kleckert oder muss radieren. Das ist dann nicht so einfach, aber in der Regel schmeckt der Fisch doch noch irgendwie besser und jedes Mal etwas anders als das Fischstäbchen. Malen und Zeichnen mit Pinseln und Stiften sind ein wunderbares Gegengewicht gegenüber der digitalen Welt und der Reizüberflutung, der Kinder ausgesetzt sind.


Ist Zeichnen ein „Grundbedürfnis“ so wie Bewegen? 

Michael Thiel: Der Mensch hat immer versucht, sich auszudrücken – denken Sie an Höhlenmalereien. Deshalb glaube ich an das Grundbedürfnis des Menschen, sich und seine Umgebung darzustellen, etwas zu zeigen und stolz zu sagen: „Guck mal, das habe ich gemacht“. Wenn man sich mal überlegt, wie kleine Kinder, die noch in den Windeln stecken, mit Fingerfarben durch die Gegend matschen und malen und wie wunderbar die das finden, dann merkt man schon, dass da ein bisschen mehr als reiner Zeitvertreib dahinter steckt.


Herr Thiel, wird die Welt besser, wenn Eltern mit Kindern mehr malen?

Michael Thiel: Ja. Denn mal abgesehen davon, dass Malen Kindern auf ganz unterschiedliche Art und Weise sehr gut tut, macht gemeinsam Malen ja noch etwas ganz anderes: Wenn Eltern mit Kindern zusammen kreativ sind, vermitteln sie ihren Kindern, dass sie Spaß daran haben, mit ihnen zusammen zu sein – und dass man gemeinsam ganz tolle Sachen machen kann. Das wiederum stärkt die Eltern-Kind-Bindung, die für die psychische Entwicklung und psychische Gesundheit von Kindern extrem wichtig ist. Also sollten alle Familien einfach ab und zu einen Eltern-Kind-Maltag oder eine Eltern-Kind-Malstunde einlegen.

Malen macht schlau

Malen macht schlau

Die Bedeutung des Malens und Zeichnens für Kinder

Brauchen Kinder im digitalen Zeitalter noch Pinsel, Buntstifte und Papier? Die Forschung sagt: Ja. Wenn Kinder mit Stift und Farben hantieren, entstehen mehr als bunte Bilder. Feinmotorik, kognitive Fähigkeiten, Kreativität, Kommunikationsvermögen und Selbstbewusstsein werden gestärkt. Bildung und Bilder sind eng miteinander verknüpft.

Im Überblick

  • Malen und Zeichnen ist ein wichtiger Teil der kindlichen Entwicklung
  • Durch Malen und Zeichnen entwickelt sich die Feinmotorik 
  • Malen und Zeichnen schafft wichtige Voraussetzungen für das Schreibenlernen
  • Gemalte Bilder und Zeichnungen sind „Briefe“ von Kindern
  • Malen und Zeichnen aktiviert Verbindungen im Gehirn

Das komplette Dossier auch hier zum Download.

Display statt Papier

Fragt man Kinder nach ihren liebsten Freizeitaktivitäten, liegen Malen und Zeichnen immer weiter hinten. Laut der jüngsten Umfrage des Medienpädagogischen Forschungsverbands Südwest (mpfs) aus dem Jahr 20141 geben nur noch 12 Prozent der Mädchen im Alter zwischen sechs und 13 Jahren und gerade mal vier Prozent der gleichaltrigen Jungen in Deutschland an, dass „Malen, Zeichnen oder Basteln“ zu ihren drei liebsten Hobbys gehören. Immerhin greifen 48 Prozent der Befragten mindestens einmal pro Woche zu Pinsel oder Stift. 15 Jahre früher waren es mit 66 Prozent noch deutlich mehr.2

Bei jüngeren Kindern sind die kreativen Beschäftigungen zwar vergleichsweise angesagter, doch auch hier ist ein Trend weg vom Malen und Zeichnen zu erkennen. Laut einer weiteren Studie des mpfs, ebenfalls aus dem Jahr 2014, in der die Mediennutzung von Kleinkindern untersucht wurde (miniKIM-Studie)3, betätigen sich 25 Prozent der Zwei- bis Fünfjährigen täglich als „kleine Künstler“. 50 Prozent der Kindergartenkinder basteln, malen oder zeichnen ein- oder mehrmals pro Woche. 2012 waren es noch 28 bzw. 53 Prozent. Bei der Studie im Jahr 2014 hatte Fernsehen diese Beschäftigungen bereits überholt und der Konsum von Videos und DVDs deutlich zugelegt.

Je älter Kinder werden, desto mehr wird das handfeste Gestalten mit Farben, Pinsel, Stift und Papier durch eine Beschäftigung mit digitalen Medien abgelöst. Während etwa ein Viertel der Vier- bis Fünfjährigen ab und zu digitale Medien nutzt3, sind sie im Alltag der Sechs- bis 13-Jährigen fest verankert. 62 Prozent der Kinder dieser Altersgruppe spielen mindestens einmal in der Woche an PC, Konsole oder online.1


Sind Malen und Zeichnen noch notwendig? 

Eltern beurteilen diesen Trend unterschiedlich. Einige reagieren mit strengen Regeln, andere unterstützen die digitalen Aktivitäten ihrer Kinder. In einer Studie des Deutschen Instituts für Vertrauen und Sicherheit im Internet (DIVSI) gaben 55 Prozent der befragten Eltern von Dreijährigen an, dass sie einen frühen digitalen Zugang für wichtig halten.4 Auch wenn es darum geht, sich in stressigen Situationen „Luft“ zu verschaffen, setzen Eltern vermehrt auf Smartphone und Co. In jeder dritten Familie – so das Ergebnis der DIVSI-Studie – nutzen Eltern digitale Geräte, um Kinder zu beschäftigen. Die Anregung „Mal doch mal was“ fällt immer seltener. 

Konsequent ist das nicht. Denn aus Sicht der Eltern sind Malen und Zeichnen auf Papier immer noch wichtig. In einer aktuellen YouGov-Umfrage5 geben dies 91 Prozent der befragten Eltern an. 

Verlieren Malen und Zeichnen weiterhin an Bedeutung im Vergleich zu Filmen, Computerspielen und Apps, stellt sich die Frage: Sind diese analogen Tätigkeiten heute überhaupt noch zeitgemäß und sinnvoll? Schließlich bietet die digitale Welt eine große Bandbreite nicht nur an Ablenkung, sondern auch an Lernmöglichkeiten. Brauchen Kinder noch Papier und Stifte? Die Antwort ist eindeutig: Ja. Pädagogen, Psychologen und Hirnforscher liefern überzeugende Gründe dafür, dass analoges Gestalten auf Papier in der Entwicklung von Kindern eine bedeutende Rolle spielt. 


Teil der kindlichen Entwicklung: „Ich male, also bin ich“

Das Malen gehört zur kindlichen Entwicklung. Im ersten Lebensjahr beginnen Kleinkinder zu schmieren. Fachleute sehen im Verschmieren von Essen, Sand und anderen Materialien die erste Vorstufe des Kritzelns. Das Kleinkind erlebt, dass es durch seine Bewegung Spuren hinterlassen kann. Während diese Erfahrung beim Kind, das durch Handeln lernt, Begeisterung auslöst, hält sich diese bei den Eltern im Fall des Essenschmierens meist in Grenzen. Gut, dass irgendwann nicht nur Brei, sondern auch Blatt, Stift und Farbe bereitwillig genutzt werden. In verschiedenen Phasen, die Kinder aller Kulturen ähnlich durchlaufen, entwickelt sich nun nach und nach das kindliche Zeichnen.

Anders als auf der Tischplatte, im Sandkasten – oder auf einem digitalen Medium – kann das Kind auf Papier eine „greifbare“ und allzeit präsente Spur hinterlassen. Das Kind ist Schaffer und Gestalter. Beim Zeichnen und Malen materialisiert sich in einem Bild etwas, dass das Kind ganz selbstbestimmt und aus sich heraus geschaffen hat. Mit seinem Werk hat das Kind etwas in der Hand, das „beweist“, was es kann. Nicht ohne Grund sind Kinder in der Regel sehr stolz auf ihre Bilder6, sie zeigen, kommentieren und verschenken sie. Und etwas Selbstgemachtes zu verschenken, stärkt das Selbstbewusstsein.


Durch Malen und Zeichnen entwickelt sich die Feinmotorik: Vom Groben zum Feinen

Der kindliche Impuls zum Zeichnen oder Malen kommt normalerweise ganz von selbst, so wie beim Greifen, Krabbeln oder Brabbeln. Auslöser für die ersten Vorläufer der Kinderzeichnung ist die pure Bewegungsfreude. Anfänglich halten Kinder den Stift beim Zeichnen in der Faust und führen mit dem gesamten Oberkörper Bewegungen aus. Hieraus entwickelt sich dann Schritt für Schritt die Feinmotorik. 

Je mehr die Finger trainiert werden, desto geschickter werden sie. Ihre sichtbaren Ergebnisse spornen Kinder an, sich immer weiter auszuprobieren. Dabei trainieren sie unablässig die Auge-Hand-Koordination. Die Kritzelphase beschert eine Fülle von Bildern. Ihr künstlerischer Gehalt mag eher gering sein; die Tätigkeit an sich ist aber enorm wichtig. Schmieren, Kritzeln, Malen oder Zeichnen ist für die Feinmotorik ähnlich wertvoll wie Krabbeln für die Grobmotorik. 


Greifen und begreifen

Feinmotorische Fähigkeiten sind nicht nur praktisch, sondern wirken über die Hand auch im Hirn. Wir „begreifen“ die Welt durch unseren Tastsinn – Bewegung und Denken sind eng miteinander verknüpft. Studien zeigen, dass Kindergartenkinder mit fortgeschrittenen feinmotorischen Fertigkeiten in Mathematik- und Intelligenztests in der Grundschule besser abschneiden.7

Dazu kommt: Um etwas malen oder zeichnen zu können, muss das Kind sich damit beschäftigen. Es legt fest, was es für die hervorstechenden Merkmale hält, und findet eine Form, diese Merkmale selbst darzustellen. So zeigen die so genannten „Kopffüßler“, mit denen kleine Kinder Menschen und Tiere zeichnen, dass sie Kopf und Gliedmaßen als typische Merkmale erkannt und Zeichen dafür gefunden haben. Oft nutzen sie dann auch noch so genannte Funktionskritzel, um darzustellen, was jemand macht. „Der Mann rennt“ oder „die Frau dreht sich“ kann ein recht kleines Kind so über das Zeichnen ausdrücken. 

„Kinder zeichnen das, was sie wissen, was sie gerade erkannt haben oder während des Zeichnens entdecken. Es ist ein rationales, analytisches Denken, das hier zur Geltung kommt“8, stellt Professor Eberhard Brügel fest. Er lehrt Kunstdidaktik an der pädagogischen Hochschule Freiburg und gilt als Experte für Kinderzeichnungen. 

Bedenkt man, wie sehr Malen und Zeichnen dazu beiträgt, die Welt zu „begreifen“ und zu „bezeichnen“, ist es nur logisch, dass verbesserte Fertigkeiten in diesem Bereich auch Hand in Hand mit Spracherwerb gehen. Die Auseinandersetzung mit der Umwelt beim Malen und Zeichnen, das Schaffen von Symbolen für Wesen oder Gegenstände in der Umgebung – all das hilft auch, die Kommunikationsform „Sprache“ zu erlernen. 


Wichtige Voraussetzung für das Schreiben lernen: Aus Krakeln wird Schrift

Durch das Zeichnen, bei dem das Kind etwas darstellt und Symbole für sprachliche „Be-zeichnungen“ gefunden hat, hat es im Gehirn wichtige Verbindungen hergestellt und Regionen aktiviert. Es hat sich mit Symbolen vertraut gemacht. Da Bildsymbole und Schriftzeichen einen ähnlichen Ursprung haben9, liegt es nahe, dass einem Kind, das viel zeichnet, der Zugang zum Schreibenlernen mit der Hand leichter fällt. 

Viele Kinder ahmen in ihren Zeichnungen Handschrift nach, wenn sie sehen, wie Ältere schreiben. Diese Simulationen haben zwar nichts mit Schriftzeichen zu tun, wecken aber ein Interesse für das eigenständige Schreiben und trainieren die Feinmotorik. Auch die Stifthaltung entwickelt sich in der Regel durch das Zeichnen hin zum ergonomisch sinnvollen Dreipunkt-Griff.10 Dies schafft die Voraussetzungen, damit ein Kind überhaupt in der Lage ist, den Stift zum Schreiben zu nutzen. 

Zeichnen führt so nachweislich zu einer besseren Handschrift. Das ist wichtig, denn auch im digitalen Zeitalter wird das Schreiben über handschriftliches Üben erlernt. Auch die von Hand ausgeführte Unterschrift hat nach wie vor große Bedeutung als Identifikationsmerkmal und Zeichen von Individualität.


Kreativ und eigenwillig gestalten 

Schon lange bevor Stifte zum Schreiben genutzt werden, bieten Malen und Zeichnen wie wenig andere Beschäftigungen die Möglichkeit zum individuellen Gestalten. Mit Farben und Stiften können Kinder ihre Kreativität, die Fähigkeit, Neues zu schaffen, ungehindert und unmittelbar ausleben – auf dem Papier sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Dementsprechend schmücken oft fantastische Gestalten oder Dinge die Bilder von Kindern. Sie erfinden auf dem Papier nach Belieben Menschen und Maschinen mit ungeahnten Fähigkeiten und setzen eigene Regeln fest. Die unbegrenzten Möglichkeiten fördern die Fantasie und helfen, die Grenzen zwischen Wirklichkeit und Vorstellung zu erkunden.

Selbst wenn darstellerische Fähigkeiten noch gering sind, beschränkt das nicht die Kreativität. Im Gegenteil: Kinder unterlegen ihre Zeichnungen mit Sinn und erwecken sie so sprachlich „zum Leben“. Häufig kommentieren Kinder während des Zeichnens, was sie gerade tun oder was gerade in ihrem Bild „passiert“. So üben sie spielerisch, zusammenhängende Geschichten zu erzählen. 

Bilder geben darüber hinaus ganz natürlich Anlässe für Kommunikation – mit anderen Kindern genauso wie mit Erwachsenen. Kinder tauschen sich beim Malen und Zeichnen oft intensiv aus und reagieren auf die Anregungen der anderen. Weil die Bilder für alle sichtbar sind und weil auch mehrere Kinder an einem Bild arbeiten können, ergeben sich häufig Gemeinschaftsprojekte. In der Interaktion trainieren Kinder ihre sozialen Fähigkeiten und lernen, mit anderen zusammenzuarbeiten.


Gemalte Bilder und Zeichnungen als „Briefe“ von Kindern: Sie helfen, wo Sprache fehlt

Bildhaftes Darstellen ist wie eine universelle „Sprache“. Wenn Worte fehlen, helfen Bilder. Durch sie können Kinder alles zum Ausdruck bringen, was sie bewegt oder bedrückt – auch bei mangelnden Sprachkenntnissen oder, wenn ihnen für bestimmte Gefühle, Beobachtungen oder Erfahrungen schlicht noch das entsprechende Vokabular fehlt. Das kann in der Integration von Kindern mit Migrationshintergrund ebenso nützlich sein wie in der Traumatherapie. 

Motive, die Kinder wählen, die Anordnung der Personen zueinander, die Art und Weise, wie sie das Papier gestalten – all das gibt Aufschluss darüber, wie ihre Innenwelt aussieht. „Kinderzeichnungen sind Briefe von Kindern“, schreibt die Sozialpädagogin Margarete Blank-Mathieu6. Kunstpädagoge Brügel ist überzeugt: „Mit Bildern, die aus einem emotionalen Anlass heraus motiviert sind, lernen Kinder, ihre Gefühle zu artikulieren und aktiv mit diesen umzugehen.“8 Dadurch, dass die Bilder auf Papier für alle sichtbar sind, können andere sie leicht nutzen, um mit dem Kind ins Gespräch zu kommen. 

Neben dem „Ausdruckswert“ haben Kinderbilder auch einen „Erzählwert“8. In Erlebnisbildern können sie abbilden und verarbeiten, was sie beeindruckt hat. Hier fungieren Bilder ähnlich wie Tagebucheinträge. Wer wissen möchte, was sein Kind beschäftigt, findet in ihren Bildern oft Antworten.


Malen und Zeichnen aktiviert Verbindungen im Gehirn: Von den Fingerspitzen in den Kopf

Malen und Zeichnen vereint visuelle, motorische und semantische Informationen und aktiviert dadurch verschiedene Bereiche im Gehirn – sowohl in der linken als auch in der rechten Gehirnhälfte. Im Allgemeinen wird logisches und analytisches Denken der linken Gehirnhälfte zugeordnet; Bewegungsabläufe, Assoziationen und Kreativität der rechten. Wenn sich ein Kind als „Künstler“ betätigt, verknüpft es Fähigkeiten aus verschiedenen Hirnregionen und trainiert damit viele kognitive Fähigkeiten, die als zentrale Merkmale der Intelligenz gelten. Dass das Malen das Gehirn tatsächlich verändern kann, konnten beispielsweise Wissenschaftler der Universität Erlangen11 mittels funktioneller Magnetresonanztomographie zeigen.

Verschiedene Studien wiesen zudem nach, dass zwischen der Intelligenz eines Kindes und seinen Zeichenfähigkeiten ein signifikanter Zusammenhang besteht. Eine Studie der Britin Rosalind Arden12 im Jahr 2014 belegte außerdem, dass sich bei Kindern, die mit vier Jahren gute zeichnerische Fähigkeiten besaßen, auch zehn Jahre später höhere Intelligenzquotienten nachweisen lassen. Arden wertete über 15.000 Strichmännchen aus, die Vierjährige gezeichnet hatten und verglich diese mit der Intelligenz, die diesen Kindern in Tests zehn Jahre später attestiert wurde. Eindeutiger Zusammenhang: Je detaillierter die Kinder gezeichnet hatten, desto höher war mit 14 ihr Intelligenzquotient. Im Allgemeinen geht die Wissenschaft davon aus, dass komplexere Kinderzeichnungen mit höheren kognitiven Fähigkeiten einhergehen. 

Zeichnen ist nicht nur Ausdruck des kognitiven Entwicklungsstandes eines Kindes, beim Zeichen entwickelt sich das Gehirn weiter. Durch die häufige Wiederholung bestimmter Bewegungsabfolgen entstehen automatisierte Bewegungen. Die Kinder legen sich so ein Repertoire zu, aus dem sie sich bedienen können. Je mehr Automatismen sie im Gehirn gespeichert haben, desto mehr können sie sich neuen Herausforderungen stellen – beispielsweise mehr Details zeichnen oder größere Bild-Kompositionen anlegen. Beim Zeichnen gilt „Übung macht den Meister“.


Alles andere als Kinderkram

Dass Zeichnen zeitlebens in enger Verbindung zur kognitiven Leistungsfähigkeit steht, untermauert auch eine kanadische Studie aus dem Jahr 2016. Darin konnten Jeffry Wammes und Kollegen der University of Waterloo nachweisen, dass sich Studenten wesentlich besser etwas merkten, wenn sie den Begriff auch zeichneten.13 Ähnlich verhält es sich, wenn Studenten sich bei einer Vorlesung handschriftliche Notizen machen. Was mit der Hand notiert wird, speichert das Hirn eher ab als etwas, das in einen PC getippt wird.14 „Der Stift ist mächtiger als die Tastatur“ fassen die Autoren der Studie ihre Ergebnisse zusammen. Aufmerksamkeiten erregten auch Studien wie die der britischen Psychologieprofessorin Jackie Andrade.15 Sie wiesen nach, dass Kritzeleien bei Erwachsenen – beispielsweise beim Telefonieren – zu einer gesteigerten Merkfähigkeit führen.


Motivation für kleine Maler

Nicht alle Kinder zeichnen oder malen mit derselben Leidenschaft. Es gibt jedoch Möglichkeiten, sie zu motivieren. So sollten Eltern darauf achten, dass immer genug Material zur Verfügung steht und die Kinder es leicht erreichen können. Die Ergebnisse der aktuellen Eltern-Umfrage zum Malen und Zeichnen5 legt nahe, dass Eltern wissen, wie wichtig das ist. 81 Prozent der Befragten gaben an, dass ihr Kind jederzeit Papier, Farben und Stifte greifbar hat. 16 Prozent der Mütter und Väter geben dem Kind die Utensilien, wenn es danach fragt.

Wenn Bilder gewürdigt werden, beflügelt das: Kinder freuen sich, wenn sich Eltern und Bezugspersonen für ihre Werke interessieren und sie aufhängen. Auch Kritzelzeichnungen haben einen „Ehrenplatz“ verdient. Wertungen, wie „Das ist aber ein schönes Bild“, kommen zwar schnell über die Lippen, aber nicht gut an. „Schön“ und „nicht schön“ sind nicht die geeigneten Kriterien für Kinderbilder. Interessiert und offen zu ermuntern – „Erzählst du mir etwas über dein Bild?“ –, halten Pädagogen für günstiger als die beliebte Frage „Was ist denn das?“. Gut gemeinte Ratschläge, wie „Ich zeige dir mal, wie man das richtig zeichnet“, sollten sich Erwachsene und ältere Geschwister sparen. Sie motivieren nicht, sondern suggerieren, dass ein Werk noch „verbessert“ werden könnte. 

Fazit: Auch im digitalen Zeitalter haben Stift und Pinsel nicht ausgedient. Kinder profitieren in ihrer Entwicklung enorm, wenn sie mit Malutensilien aufwachsen und diese rege nutzen. Wer Kinder fördern möchte, findet im Zeichnen und Malen hervorragende Möglichkeiten. Durch diese Tätigkeiten machen die Kinder wertvolle Erfahrungen, die auch heute noch notwendig sind. Was auf dem Papier entsteht, hat reale und positive Auswirkungen auf das Leben. Und schön anzusehen ist es zudem. 

Quellen:

1 Feierabend, S., Plankenhorn, K. & Rathgeb, T. (2015). KIM-Studie 2014, Kinder + Medien, Computer + Internet. Abgerufen von https://www.mpfs.de/fileadmin/files/Studien/KIM/2014/KIM_Studie_2014.pdf [1.12.2016].

2 Feierabend, S. & Klingler, W. (2000). Kinder und Medien – KIM `99. Abgerufen von https://www.mpfs.de/fileadmin/files/Studien/KIM/1999/KIM_Studie_1999.pdf [1.12.2016].

3 Feierabend, S., Plankenhorn, K. & Rathgeb, T. (2015). miniKIM 2014, Kleinkinder und Medien. Abgerufen von https://www.mpfs.de/studien/minikim-studie/2014/ [1.12.2016].

4 Deutsches Institut für Vertrauen und Sicherheit im Internet (2015). DIVSI U9 – Studie Kinder in der digitalen Welt. Abgerufen von https://www.divsi.de/wp-content/uploads/2015/06/U9-Studie-DIVSI-web.pdf [8.2.2017].

5 YouGov, repräsentative Umfrage unter 1025 Eltern von Kindern im Alter von 2 bis 10 Jahren, im Zeitraum vom 10.1. 2017 bis 19.01.2017.

6 Blank-Mathieu, M. (2006). Was eine Kinderzeichnung verrät. In I. Burtscher (Hrsg.), Handbuch für ErzieherInnen, Landberg am Lech: mvg-Verlag.

7 Suggate, S. & Stoeger, H. (2016). Fine motor skills enhance lexical processing of embodied vocabulary, A test of the nimble-hands, nimble-minds hypothesis. The Quarterly Journal of Experimental Psychology, 69, S. 1-19.

8 Brügel, E. (2012). Wundervolle Welt der Kinderzeichnungen, Die Entwicklung des bildnerischen Handelns von Kindern zwischen dem ersten und dritten Lebensjahr. Abgerufen von http://www.dji.de/fileadmin/user_upload/bibs/672_14917_Expertise_Bruegel.pdf [14.02.2017].

9 Peez, G. (2011). Kinder kritzeln, zeichnen und malen – Warum eigentlich?, In Forschung aktuell.

10 Jenni, O. (2013). Wie Kinder die Welt abbilden – und was man daraus folgern kann. Pädiatrie up2date3, S. 227-253.

11 Bolwer, A., Mack-Andrick, J., Lang, F. R., Dörfler, A. & Maihöfner, C. (2014). How art changes your brain: differential effects of visual art production and cognitive art evaluation on functional brain connectivity. PLOS ONE, 9 (7).

12 Arden, R., Trzaskowski, M., Garfield, V. & Plomin, R. (2014). Genes influence young children’s human figure drawings and their association with intelligence a decade later. Psychological Science.
Abgerufen von http://www.kcl.ac.uk/ioppn/news/records/2014/August/Childrens-drawings-indicate-later-intelligence.aspx [5.12.2016].

13 University of Waterloo (2016). Need to remember something?, Better draw it, study finds. ScienceDaily. Abgerufen von https://www.sciencedaily.com/releases/2016/04/160421133821.htm [1.12.2016].

14 Mueller, P. A. &Oppenheimer, D. M. (2014). The Pen Is Mightier Than the Keyboard, Advantages of Longhand Over Laptop Note Taking. Psychological Science, 25 (6), S. 1159-1168.

15 Andrade, J. (2009). What does Doodling do?. Abgerufen von http://pignottia.faculty.mjc.edu/math134/homework/doodlingCaseStudy.pdf [8.2.2017]

Malen entspannt

Positive Effekte des Malens und Zeichnens

Malen entspannt und fokussiert

Unbestritten ist: Kinder lieben bunte Bildschirme. Was hat ein leeres Blatt dagegen zu bieten? Ungeahnte Möglichkeiten, sagen Forscher verschiedener Disziplinen. Wenn Kinder malen oder zeichnen, tun sie sich unmittelbar Gutes. Die Beschäftigung hilft, zu entspannen, und fördert die Konzentration. 

Im Überblick:

  • Malen und Zeichnen können eine meditative Wirkung haben
  • Beim Malen und Zeichnen können Kinder einen Flow-Zustand erleben
  • Kunst verändert das Gehirn
  • Malen und Zeichnen fördern das Durchhaltevermögen

Das komplette Dossier auch hier zum Download.

Stress bei Kindern

Die Kindheit ist nicht nur heile Welt und Sonnenschein. Längst leiden auch Kinder unter Stress. Laut einer repräsentativen Studie der Universität Bielefeld aus dem Jahr 20151 ist jedes sechste Kind und jeder fünfte Jugendliche betroffen. Befragt wurden knapp 1.100 Kinder und Jugendliche von sechs bis 16 Jahren sowie deren Eltern. 

Kinderärzte, Psychologen und Pädagogen sehen Stress als eine Hauptursache von Konzentrationsschwächen bei Kindern.2 Immer mehr Kinder haben Schwierigkeiten, über einen längeren Zeitraum „voll bei einer Sache zu sein“.3 Dabei muss es sich längst nicht immer um ein Symptom eines dauerhaften Aufmerksamkeitsdefizits wie ADS oder ADHS handeln. Fakt ist: Unsere Gesellschaft mit ihren vielfältigen Reizen, Ablenkungen und Anforderungen macht es Kindern nicht leicht, sich zu fokussieren.

Wenn es darum geht, gegenzusteuern, sind auch Eltern oft ratlos. 

Die Idee, ihr Kind zum Malen oder Zeichnen zu ermuntern, ist für viele nicht naheliegend. An eine entspannende Wirkung digitaler Geräte indes glauben viele.4 Der Aussage „Computerspiele sind gut für mein Kind, denn da kann es mal so richtig abschalten“, stimmten bei einer Studie des Deutschen Instituts für Vertrauen und Sicherheit im Internet (DIVSI) fast die Hälfte der befragten Eltern (40 Prozent) zu.4 Allerdings geht die Gleichung „Anschalten gleich Abschalten“ häufig nicht auf. Gerade digitale Spiele, bei denen schnelle Reaktionen gefordert sind, erzeugen eine Art „Alarmbereitschaft“ im Körper und damit tendenziell Stress. 


Wie Stress entsteht

Kinder sind verschiedenen Stressquellen ausgesetzt, die untereinander in Wechselwirkung treten können. Im Alltag können Anforderungen in der Schule oder durch die Eltern Kinder ebenso belasten wie „Freizeitstress“ und Reizüberflutung. Viele Kinder haben einen vollen Terminkalender, der ihnen nur noch wenig wirklich freie Zeit lässt. In der Stress-Studie 2015 klagten 89 Prozent der Kinder mit hohem Stress über zu wenig Freizeit.1 Zusätzlich können Ereignisse wie Streit zwischen Bezugspersonen oder Veränderungen im Umfeld Kinder belasten – manchmal auch wesentlich mehr, als sich auf den ersten Blick erkennen lässt. Wenn Kinder sich mit Situationen überfordert fühlen, wenn auf Anspannung keine Entspannung folgt, dann wird Stress zum Problem für Körper und Seele. 

Stress kann sich körperlich und psychisch äußern. Die Symptome reichen von Störungen wie Reizbarkeit oder Unruhe über psychosomatische Beschwerden bis hin zu emotionalen Problemen. Unter Stress fühlen sich die Kinder unwohl, sind nervös oder ängstlich. Häufig äußert sich die Belastung durch Einschlafprobleme, Kopf- oder Bauchschmerzen. Manche Kinder leiden unter Übelkeit oder Appetitlosigkeit, andere fühlen sich müde oder lustlos. Weitere Anzeichen: Gestresste Kinder sind vergleichsweise oft wütend oder aggressiv. Manche haben weniger Selbstbewusstsein oder Schwierigkeiten, Probleme selbständig zu lösen. Häufig fällt es ihnen schwer, sich zu konzentrieren.1


Malen als Meditation

Kinder brauchen einen Ausgleich zu den vielfältigen Anforderungen, die bei ihnen Stress auslösen können – eine Möglichkeit sich zu sammeln und Körper und Geist zu entspannen. „Malen und Zeichnen kann ein regelrechter Rückzugsort für Kinder sein. Sich hinsetzen, vor sich hinmalen, ganz so wie man gerade will und kann – da können Kinder richtig zur Ruhe kommen“, sagt Diplom-Psychologe Michael Thiel. Das kann dazu beitragen, die Stressresistenz zu stärken. „Die Fähigkeit, mit negativem Stress umzugehen und diesen zu kontrollieren, kann durch Zeichnen und Malen schon früh trainiert werden. Das funktioniert ähnlich wie bei einer Meditation“, erklärt Thiel.

Malen als Meditation – das empfehlen zahlreiche Psychologen. Der New Yorker Psychologe Ben Michaelis stellt fest: „Es gibt eine lange Geschichte von Leuten, die aus Gründen der mentalen Gesundheit Malübungen ausführen. C. G. Jung versuchte während der letzten Jahrhundertwende, die Leute zum Malen zu bewegen, um durch diese fokussierende Beschäftigung dem Unterbewusstsein die Chance zu geben, loszulassen. Heute wissen wir, dass Malen über bedeutend mehr stressmindernde Qualitäten verfügt.“5

Kinder entdecken schon früh ihren Spaß daran, Figuren zu zeichnen und Bilder zu erschaffen.6 Auf Malen und Zeichnen lassen sie sich deshalb oft leichter ein als auf andere Meditations- oder Entspannungsübungen. Die meditativen Qualitäten des Malens haben inzwischen allerdings auch Erwachsene für sich entdeckt. Nicht von ungefähr boomen Entspannungsmalkurse und Malbücher für Erwachsene.


Beglückender Zustand: „Flow“ statt Frust

Während bei der Beschäftigung mit digitalen Medien, bei Gesellschaftsspielen oder auch beim Sport Unterbrechungen und Impulse von außen dazugehören, können Kinder beim Malen frei agieren, anstatt reagieren zu müssen. Sie alleine bestimmen ihr Tempo, wählen Farbe, Motive und Gestaltungsweise. 

Während sich ein Kind dem Malen oder Zeichnen als kreativem Prozess hingibt, kann es einen Zustand erleben, der in der psychologischen Literatur als „Flow“7 bezeichnet wird. In diesem Zustand wird ein Handlungsablauf harmonisch, leicht und mühelos erlebt.8 Die Handlung vollzieht sich quasi von selbst als würde sie einer inneren Logik folgen. Aktivität und Aufmerksamkeit verschmelzen, während sich das Kind auf sein Bild konzentriert. Das normale Zeitgefühl ist außer Kraft gesetzt. Wie bei einer Meditation ist das Kind vollständig im „Hier und Jetzt“ und erlebt sein Tun als leicht fließend. „Dieser Zustand beim Malen ist wie eine Erholungsoase für das Gehirn – eine ohne Nebenwirkungen und eine, die ein Kind immer wieder und auch später als Erwachsener aufsuchen kann“, ist Psychologe Michael Thiel überzeugt.

Flow kann entstehen, wenn man eine Tätigkeit ausübt, bei der die Frustration nicht größer ist als die notwendige Konzentration. Mit anderen Worten: Es wird eine Herausforderung erlebt, die handhabbar ist. Anspannung und Entspannung halten sich in etwa die Waage; man ist konzentriert, ohne überfordert zu sein. Dieser Zustand kann regelrechte Glücksgefühle auslösen. Kinder, die im Malen und Zeichnen einen solchen Flow-Zustand erleben, machen eine wichtige Erfahrung: Es ist befriedigend, sich zu konzentrieren und eine Aufgabe kreativ zu lösen. 


Kunst verändert das Gehirn: gefülltes Blatt – gestärkt im Denken

Zeichnen und Malen wirken sich vielfältig und positiv auf das Gehirn aus. Sie aktivieren vor allem die rechte Gehirnhälfte, die für Kreativität, Emotionen und Intuition zuständig ist. Das entlastet quasi automatisch die linke Gehirnhälfte. Wissenschaftler gehen davon aus, dass so gewissermaßen mehr Kapazität für kognitive Leistungen entsteht. 

Die These, dass Zeichnen die kognitiven Leistungen stärkt, stützen verschiedene Studien. Eindrücklich ist eine Studie der Universität Plymouth.9 Sie wies nach, dass Menschen, die während eines Telefonats kritzelten, sich 29 Prozent mehr Details des Gesprächs merken konnten. Eine Studie der kanadischen Universität Waterloo10 kam zu dem Schluss, dass Zeichnen mit Abstand die beste Hilfe ist, um sich etwas einzuprägen. Die Teilnehmer erinnerten sich mehr als doppelt so häufig an gezeichnete Worte als an geschriebene. 

Ein Forscherteam um die Wissenschaftlerin Anne Bolwerk an der Universität Erlangen zeigte auf, dass Malen und Zeichnen die neuronalen Verbindungen im Gehirn deutlich messbar erhöht.11 Die Forscher experimentierten mit zwei Studiengruppen, bei denen eine zeichnete und malte; die Kontrollgruppe setzte sich passiv mit Kunst auseinander. Da beim Malen und Zeichnen verschiedene Hirnregionen aktiviert und miteinander verknüpft werden, verbessert es die Gedächtnisleistung. Das kommt Kindern ebenso zu Gute wie allen anderen Altersgruppen. 


Durchhalten lernen

Das leere Blatt, das sie erst allmählich füllen, verhilft Kindern zu einer weiteren zentralen Erfahrung: Sie trainieren die wertvolle Fähigkeit, durchzuhalten. Anders als bei digitalen Medien, die eine direkte Belohnung für eine Aktion geben, muss sich ein Kind in Geduld üben, bis ein Bild fertig ist. Dabei trainiert es seine Affektkontrolle, die Fähigkeit, sich eine unmittelbare Belohnung zu versagen. „Der Umgang mit Stiften oder Pinseln und Farben stellt Kinder vor kleine Herausforderungen – mal bricht ein Stift ab, mal kleckert oder reißt etwas. Dabei lernen Kinder, dranzubleiben und die Schwierigkeit zu überwinden. Dass sich das lohnt, ist eine wichtige Erfahrung auch für das spätere Leben“, sagt Psychologe Michael Thiel.

Laut Thiel kann Malen und Zeichen langfristig dazu beitragen, Herausforderungen ruhig anzugehen und sich nicht so leicht in Stress versetzen oder zum Aufgeben verleiten zu lassen: „Je sicherer ich in meiner Feinmotorik und meinem Körper bin, umso sicherer und selbstbewusster kann ich andere Situationen meistern. Durch das Gehirn-Training beim Malen und Zeichnen hat man durch die Transferleistung auf andere Gebiete das Gefühl, etwas im Leben und der Umgebung bewirken zu können und die Angst vor kleineren Herausforderungen oder komplizierten Angelegenheiten verschwindet.“


Fazit: 

Der Blick auf die Studienlage macht klar: Malen und Zeichnen entfalten bei Kindern eine Vielzahl positiver Wechselwirkungen. Papier, Stift und Pinsel sind in der Kindheit wichtige Begleiter, mit denen sich Kinder selbstbestimmt und in freiem Fluss nicht nur ausdrücken, sondern auch besinnen können. Sie können ihre Fähigkeit, sich zu entspannen, ebenso trainieren wie ihre Fähigkeit, sich zu konzentrieren. Dabei haben sie die Chance, in einem „Flow“-Zustand zu erleben, wie befriedigend eine hohe Konzentration sein kann. In der Folge trainieren sie auch ihre Selbstwahrnehmung. Das hat einen weiteren positiven Effekt: Wer sich selbst gut spürt und kennt, den werfen äußere Einflüsse nicht mehr so leicht aus der Bahn. Die Resilienz, die psychische Widerstandskraft, wird gestärkt. All das schaffen so einfache Tätigkeiten wie das Malen oder das Zeichnen. 

 

Quellen:

1 Ziegler, H. (2015). Stress-Studie 2015, Burn-Out im Kinderzimmer: Wie gestresst sind Kinder und Jugendliche in Deutschland?. Abgerufen von xn--kinderfrderung-1pb.bepanthen.de/static/documents/03_Abstract_Ziegler.pdf [2.1.2017]. 

2 Steininger, C. (2016). Konzentrationsstörungen: Was sind Konzentrationsstörungen?. Abgerufen von https://www.kinderaerzte-im-netz.de/krankheiten/konzentrationsstoerungen/was-sind-konzentrationsstoerungen/ [5.1.2017].

3 Sütterlin, P. (2015). Konzentrationsschwächen bei Kindern, Was können Eltern tun?. Abgerufen von https://www.philognosie.net/denken-lernen/konzentrationsschwaeche-kinder-was-koennen-eltern-tun [5.1.2017].

4 Deutsches Institut für Vertrauen und Sicherheit im Internet (2015). DIVSI U9-Studie, Kinder in der digitalen Welt. Abgerufen von https://www.divsi.de/wp-content/uploads/2015/06/U9-Studie-DIVSI-web.pdf [8.2.2017].

5 Damsch, N. (2015). Wenn du jeden Tag malst, passiert etwas Erstaunliches mit dir. Abgerufen von www.huffingtonpost.de/2015/10/15/ausmalen-meditieren-psychologe_n_8304046.html [8.2.2017].

6 Schiefele, U. (2016). Flow-Theorie. In M. A. Wirtz, Dorsch – Lexikon der Psychologie. Göttingen: Hogrefe.

7 Csíkszentmihályi, M. (1975). Beyond Boredom and Anxiety. The Experience of Play in Work and Games (8. Aufl.). San Francisco: Jossey-Bass Publisher.

8 Andrade, J. (2009). What does Doodling do?. Abgerufen von pignottia.faculty.mjc.edu/math134/homework/doodlingCaseStudy.pdf [5.1.2017]. 

9 Wammes, J., Meade, M. & Fernandes, M. (2016). The drawing effect: Evidence for reliable and robust memory benefits in free recall. The Quarterly Journal of Experimental Psychology, 69 (9), 1752-1776. 

10 Bolwerk, A., Mack-Andrick, J., Lang, F.R., Dörfler, A. & Maihöfner, C. (2014). How art changes your brain: differential effects of visual art production and cognitive art evaluation on functional brain connectivity. PLOS ONE, 9 (7), DOI:10.1371/journal.pone.0101035.

Mit Kindern malen

Mit Kindern malen – Tipps und Malvorlagen

Weltkindermaltag 2017

Kinder lieben es, einfach mal draufloszumalen und haben selbst immer wieder großartige Ideen für neue Bilder. Sie freuen sich aber auch über neue Ideen und Tricks – vor allem, wenn die mit den Olchis zu tun haben. Die kleinen, grünen Müllberg-Bewohner aus den Bilderbüchern von Autor und Illustrator Erhard Dietl bringen Kinder mit ihren schmuddeligen Gewohnheiten und witzigen Wortkreationen immer wieder zum Lachen. 

Hier finden Sie bald Malanleitungen und Basteltipps von und mit den Olchis und Erhard Dietl erzählt, wie die Olchis bald ins Kino kommen.

Erhard Dietl ©Oetinger, Foto: Jörg Schwalfenberg
©Oetinger, Foto: Jörg Schwalfenberg

Erhard Dietl – der Olchi-Schöpfer im Interview

Über Kritzeleien, Kreativität und das richtige Handwerkszeug

Haben Sie schon als Kind gern gemalt und gezeichnet – und wieviel Zeit haben Sie in Ihrem Leben bisher mit Malen und Zeichnen verbracht? Viele Illustratoren erstellen ihre Bilder heute mit Computerprogrammen – warum malen Sie auf Papier? Von der Idee bis zum Buch – wie entstehen und entwickeln sich Ihre Figuren? Die Olchis sollen jetzt ins Kino kommen. Wie funktioniert die Verwandlung von Zeichnungen auf Papier in einen Kinofilm?

Erhard Dietl ©Oetinger, Foto: Jörg Schwalfenberg

Erhard Dietl ist Illustrator, Kinderbuchautor und Erfinder der Olchis, der grünen, müffelnden Monster aus Schmuddelfing. Die Geschichten mit den Olchis gehören zu den beliebtesten Kinderbüchern Deutschlands – kein Wunder, dass sie nun auch ins Kino kommen sollen.  Im Interview mit STAEDTLER erzählt Erhard Dietl von der Entstehung der Olchis, seiner Bleistiftsammlung und warum beim Malen alles erlaubt sein sollte.

Zum Interview mit Erhard Dietl

Malen mit den Olchis

Malen mit den Olchis

Illustration: Erhard Dietl

Die Olchis sind eine Drei-Generationen-Familie, die in einer Höhle auf der Müllkippe von Schmuddelfing lebt. Sie lieben alles, was müffelt und stinkt: Da werden auch schon mal Schuhsohlen, Schrauben, Stinkebrühe und Fahrradöl zum Essen serviert. In immer neuen Geschichten erlebt die Familie olchige Abenteuer auf ihrem Müllberg und auf der ganzen Welt. Wie man die kleinen grünen Wesen selbst malen kann, zeigt Olchi-Erfinder Erhard Dietl höchstpersönlich in einem Video-Tutorial. Zum Nachzeichen für zu Hause steht euch hier zudem eine Schritt für Schritt Malanleitung zum Herunterladen und Ausdrucken zur Verfügung.

Hier gibt’s die zur Olchi-Malanleitung zum Runterladen und Ausdrucken

Malen mit den Olchis - Videotutorial

Erhard Dietl

Illustrator Erhard Dietl im Interview

Über Kritzeleien, Kreativität und das richtige Handwerkszeug 

Erhard Dietl ist Illustrator, Kinderbuchautor und Erfinder der Olchis, der grünen, müffelnden Monster aus Schmuddelfing. Die Geschichten mit den Olchis gehören zu den beliebtesten Kinderbüchern Deutschlands – kein Wunder, dass sie nun auch ins Kino kommen sollen. Im Interview mit STAEDTLER erzählt Erhard Dietl von der Entstehung der Olchis, seiner Bleistiftsammlung und warum beim Malen alles erlaubt sein sollte.

Im Überblick

  • Haben Sie schon als Kind gern gemalt und gezeichnet – und wieviel Zeit haben Sie in Ihrem Leben bisher mit Malen und Zeichnen verbracht?
  • Viele Illustratoren erstellen ihre Bilder heute mit Computerprogrammen – warum malen Sie auf Papier?
  • Von der Idee bis zum Buch – wie entstehen und entwickeln sich Ihre Figuren?
  • Die Olchis sollen jetzt ins Kino kommen. Wie funktioniert die Verwandlung von Zeichnungen auf Papier in einen Kinofilm?

Das komplette Interview auch hier zum Download 

Haben Sie schon als Kind gern gemalt und gezeichnet?

Erhard Dietl:
Ja natürlich! Ich hab mir auch oft Geschichten ausgedacht, sie in ein Heft geschrieben und Bilder dazu gezeichnet. Im Grunde waren das meine allerersten Bücher. Und später hab ich meine Schulbücher mit lustigen Zeichnungen geschmückt und meine Lehrer karikiert. Einer von ihnen hatte jeden Tag eine andere Krawatte an. Ich hab mir deshalb extra ein eigenes Heft zugelegt und zum Spaß alle seine bunten Krawatten verewigt.


Was schätzen Sie – wieviel Zeit haben Sie in Ihrem Leben bisher mit Malen und Zeichnen verbracht?

Erhard Dietl: Das Zeichnen und Schreiben war immer ein wichtiger Teil meines Lebens. Das mache ich nun seit über 30 Jahren und jeden Tag verbringe ich ein paar Stunden damit. Wenn man da nachrechnet, waren es sicher einige tausend Stunden.


Nach so viel Zeit und so vielen Bildern – macht Ihnen das Zeichnen immer noch Spaß?

Erhard Dietl: Es macht mir immer noch Spaß, denn es gibt so viele unterschiedliche Aufgaben. Und ich zeichne ja nicht nur, das Schreiben ist inzwischen mindestens genauso wichtig. Bei den Olchis haben wir Bilderbücher, dicke Kinderbücher, Erstlesebücher, Theaterstücke, Musik- und Hör-CDs, Spielzeug, Bastelsachen und noch viel mehr. Das Schöne dabei ist, dass ich mit Zeichnen und Schreiben immer abwechseln kann und so bleibt es spannend. Auch im Urlaub hab ich gern einen Zeichenblock dabei. Ich mache dann Skizzen von den Leuten am Strand oder setze mich zeichnend in ein Café.


Viele Illustratoren erstellen ihre Bilder heute mit Computerprogrammen – warum malen Sie auf Papier?

Erhard Dietl: Ich mag Papier unheimlich gern. Papier hat für mich mehr Leben als ein Computer-Tablet. Meine Bilder für die Kinderbücher zeichne ich zuerst mit Bleistift auf ein Skizzenpapier und übertrage sie dann auf gutes Aquarellpapier. Das richtige Papier ist dabei sehr wichtig. Es gibt so viele tolle Aquarellpapiere, dicke, dünne, raue, glatte, weiße und gelbliche – und jedes fühlt sich anders an und hat andere Eigenschaften. Es hat eine Weile gedauert, bis ich das ideale Papier für mich gefunden habe. 

Für die Konturen der Zeichnungen verwende ich Zeichenfeder und Tusche oder Tuschestifte und am Ende koloriere ich die Bilder mit Aquarellfarben. Und natürlich greife ich oft zu hochwertigen Farbstiften. In allen Farbnuancen liegen Dutzende davon in einer Schublade. Mit Farbstiften setze ich Akzente auf die aquarellierten Bilder, mit Weiß schaffe ich Glanzlichter und mit Grau und Schwarz die Schattierungen. Ich habe auch schon ganze Bilderbücher komplett mit Farbstiften koloriert.

In seinem Münchner Atelier hat Autor und Illustrator Erhard Dietl eine bunte Bleistift- und Kulisammlung.

Wie viele Stifte liegen auf Ihrem Schreibtisch bzw. wie viele Stifte besitzen Sie? Und was ist Ihre Lieblings-Bleistift-Dicke?

Erhard Dietl: Auf meinem Schreibtisch liegen viele unterschiedliche Bleistifte, Tuschestifte, Farbstifte und Marderhaar-Pinsel in allen Stärken. Ich zeichne am liebsten mit einem 2B-Bleistift, drücke dabei nicht zu fest auf, damit er sich gut radieren lässt. Denn oft gehe ich danach noch mit dem Tuschestift drüber und von der Bleistiftzeichnung darf dann nichts mehr zu sehen sein.

Ich habe außerdem eine große Bleistift- und Kulisammlung, die nicht zum Zeichnen gedacht ist, aber sehr dekorativ aussieht. Aus vielen Ländern hab ich Stifte zusammengetragen und da sind die verrücktesten Sachen dabei!

Von der Idee bis zum Buch – wie entstehen und entwickeln sich Ihre Figuren? Wie sind zum Beispiel Ihre bekanntesten Figuren, die Olchis, entstanden?

Erhard Dietl: Die allerersten Olchi-Bilder sind eher zufällig entstanden. Ich habe mit einem Bleistift vor mich hin gekritzelt und die ersten Olchi-Figuren entworfen. Ich fand die Figuren witzig und die Idee einer schrägen monsterigen Familie, bei denen alles anders läuft als bei uns Menschen, sehr spannend. Zu den Figuren hab ich mir kurz darauf die erste Olchi-Geschichte ausgedacht und daraus wurde das Buch „Die Olchis sind da“. Wer sich das Buch genau anschaut, kann sehen, dass die Olchis damals noch ein bisschen anders und wilder aussahen als heute.


Die Olchis sollen jetzt ins Kino kommen. Wie funktioniert die Verwandlung von Zeichnungen auf Papier in einen Kinofilm? Welche Rolle haben Sie als Zeichner der Figuren dabei?

Erhard Dietl:
Damit die Kino-Olchis den Buch-Olchis möglichst ähnlich sehen, schaut sich das Filmteam meine Zeichnungen genau an und wir entwickeln dann gemeinsam die Figuren. Für den Film zeichne ich nicht selber, das macht ein Trickfilm-Studio und alles passiert natürlich mit komplizierter Computertechnik. Für so einen 3D-Film müssen die Figuren ein wenig verändert werden und wir haben die Möglichkeit, den Charakter und das Aussehen der Olchis noch stärker herauszuarbeiten.

Gerade jetzt sind wir in einer Phase, wo mir erste Entwürfe zu den Figuren vorgelegt werden. Da wird noch viel korrigiert und probiert und es dauert eine ganze Weile, bis alle Beteiligten zufrieden sind.


Malen und Zeichnen kann für die Entwicklung von Kindern aus verschiedenen Gründen wichtig sein. Laut Studien malen Kinder aber immer weniger – vor allem Jungs bevorzugen eher andere Freizeitbeschäftigungen. Haben Sie Tipps, wie man Kinder fürs Malen begeistern kann?

Erhard Dietl: Es kann für Kinder nervig sein, wenn sie ständig malen sollen, damit sie ruhig gestellt und irgendwie beschäftigt sind. Z. B. bei diversen Kinderevents oder in Restaurants werden sie oft mit langweiligen und oft kitschigen Ausmalbildern traktiert. Beim Malen und Zeichnen geht es um viel mehr. Kinder sollten dabei alles dürfen und ihrer natürlichen Fantasie freien Lauf lassen. Da sollte es kein „Das kann ich nicht!“ geben. Es können wilde Bilder sein, die auch wieder übermalt werden, es muss kein „schönes Ergebnis“ werden. Dazu sollte man die Kinder anregen. Sie können sich auch etwas „von der Seele zeichnen“ und fantastische Welten entwerfen. Es  kann befreiend sein, wenn man dabei alles darf und sich alles zutraut.

Es ist wichtig, die Kinder nicht zu blockieren, indem man sie kritisiert, enge Aufgaben stellt oder etwas einfordert. Es geht um Kreativität und man muss alles zulassen. Da gibt es kein Richtig oder Falsch. Und wenn Kinder das spüren, haben sie sicher auch Lust darauf. Und natürlich brauchen sie dazu richtiges Handwerkszeug. Große Blöcke, verschiedene Stifte, Pinsel, Stempel, Ausschneidebogen, Schere und Wasserfarben!


Hängen in Ihrem Haus/Ihrer Wohnung von Ihren Kindern gemalte Bilder?

Erhard Dietl:
Natürlich! Die Bilder meiner jüngsten Tochter schmücken die Küchenschränke und den Kühlschrank. Sie werden auch öfter durch neuere Werke ersetzt. Wie freue ich mich immer über ihre tollen Bilder! Sie erstaunen mich immer wieder.


Herr Dietl, wird die Welt besser, wenn Kinder mehr malen?

Erhard Dietl:
Das wäre natürlich ein schöner Gedanke. Und nicht nur Kinder sollten dann mehr malen, auch alle Präsidenten dieser Welt sollten regelmäßig zu Stift und Papier greifen müssen. Diese Bilder würde ich gerne sehen! Das Zeichnen und Malen lockert und befreit, und es regt die Fantasie an. Auch die Schulen hätten da eine wichtige Aufgabe. Kleine Kinder malen naturgemäß alle gern. Die Lust daran verlieren sie eher durch störendes Eingreifen und Regulieren, und eben leider auch oft in der Schule. Dass wir uns einfach mal wieder daran erinnern, wie toll es für Kinder ist, wenn sie sich beim Malen ausleben können – dafür ist der Weltkindermaltag ein guter Anfang.

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Pressemitteilung: „Malt mal wieder! Im Malkasten liegen ungeahnte Entwicklungschancen für Kinder“