Die Wirkung von Kunst auf Gehirn und Wohlbefinden

Während die psychologischen und neurologischen Effekte von Musik bereits in zahlreichen Studien untersucht wurden, ist über die Wirkung von Kunst auf den Menschen bislang nur wenig bekannt. Das interdisziplinäre Projekt „Persönlichkeitsbildung durch künstlerisches Gestalten“ an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) und am Kunst- und Kulturpädagogischen Zentrum der Museen in Nürnberg (KPZ) geht deshalb aktuell der Frage nach, welche entwicklungs- und gesundheitsförderlichen Wirkungen künstlerisches Gestalten und Kunstbetrachtung haben.

Wie Kunst die Persönlichkeit beeinflusst

Mithilfe von MRT-Scans wird der Einfluss von kreativem Gestalten und Kunstbetrachtung auf das Gehirn des Menschen untersucht.

Das Forscherteam unter der Leitung von Prof. Dr. Frieder R. Lang (Psychogerontologie), Dr. Jessica Mack-Andrick (Kunstpädagogik) und Prof. Dr. med. Christian Maihöfner (Neurologie) untersucht, wie kreatives Gestalten und Kunstrezeption die Persönlichkeit des Menschen und seine kognitiven Fähigkeiten beeinflussen. Zudem erforscht das Team die Wirkung auf die neuronalen Prozesse im Gehirn sowie auf das subjektive Wohlbefinden.

Insgesamt werden für das Forschungsprojekt ca. 150 Personen über zehn Wochen bei ihrer Auseinandersetzung mit Kunst begleitet. Hierfür werden unter anderem psychologische Testverfahren sowie Magnetresonanztomographien (MRT-Scans) durchgeführt.

Besseres Verständnis für die Wirkung künstlerischer Betätigung

Ziel der Nürnberger Wissenschaftler ist es, mit ihren Befunden zu zeigen, welche Effekte Kunstkurse auf die Teilnehmer haben. Dies soll zu einem besseren Verständnis der Wirkung von künstlerischen Tätigkeiten beitragen. Auf Basis der Forschungsergebnisse soll künftig die Bedeutung von Kunstmuseen als Orte der Kunstbegegnung und Kreativität unterstrichen werden können.

Kontakt

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Erna Müller
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