Verbundforschung

Forschungsprojekt untersucht die Bedeutung kreativer Aktivitäten für den Menschen.

2010 initiierte die STAEDTLER Stiftung gemeinsam mit der Friedrich-Alexander-Universität (FAU) Erlangen-Nürnberg und der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm (TH Nürnberg) ein breit angelegtes Verbundforschungsprojekt. Es untersucht erstmals die Bedeutung kreativen Schreibens und Gestaltens für die Entwicklung des Menschen. 
Susanne Liebmann-Wurmer, Inhaberin des Lehrstuhls für Kunstpädagogik an der FAU, leitet das Forschungsprojekt fach- und universitätsübergreifend und koordiniert die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Teilprojekten. Als Projektleiterin wirkt sie zudem selbst in einem Teilprojekt des Forschungsverbundes mit.

Organigramm des Verbundforschungsprojekts

Noch bis Ende 2013 beleuchten Wissenschaftler unterschiedlicher Fachdisziplinen an beiden Hochschulen das facettenreiche Thema. Als weitere Kooperationspartner beteiligen sich das Kunst- und Kulturpädagogische Zentrum der Nürnberger Museen sowie das Bayerische Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung an dem breit angelegten Forschungsvorhaben.

Kreatives Schaffen ist unverzichtbarer Bestandteil des Lebens

Das Engagement der STAEDTLER Stiftung sowie der beteiligten Institute und Wissenschaftler leitet sich aus der Überzeugung ab, dass kreative Aktivitäten unverzichtbare Bestandteile des Lebens sind. Seit Jahrtausenden nehmen Menschen Mal- und Schreibwerkzeuge in die Hand, um Gedanken und Gefühle in Bilder und Worte zu fassen, Ideen zu entwickeln und Informationen zu übermitteln. Heute gerät das eigenhändige Zeichnen, Malen und Schreiben in Gefahr, von den Angeboten der neuen Medien übertönt und verdrängt zu werden. Welche Auswirkungen kreatives Malen und Schreiben auf den Menschen haben und wie sie als Bestandteil des Lebens erhalten werden können, untersuchen die Forscher im Rahmen ihrer Arbeit. Unterstützt werden sie dabei von der STAEDTLER Stiftung.

Projekt vereint Forscher aus acht Fachbereichen

Im Rahmen des Projektes forschen Wissenschaftler aus den Fachbereichen Deutsch, Didaktik, Kunst, Neurologie, Pädagogik, Philosophie und Psychologie im Verbund. Dabei ergründen sie gesundheitliche, soziologische sowie verhaltens- und bildungsrelevante Fragestellungen rund um den Themenkomplex „Kreatives Schreiben und ästhetisches Gestalten“.

Die Beteiligten wollen mit ihrer Forschungsarbeit konkrete Praxisbezüge herstellen. Ziel ist es einen bildungspolitischen Impuls anzustoßen, der kreative Gestaltungsprozesse in allen Phasen und Bereichen des Lebens fördert und das Gestaltungspotenzial unserer Gesellschaft stärkt.


Teilprojekte

Kreative Freizeitbeschäftigungen von Grundschülern

Kinder, die auch zu Hause Lesen, Malen oder Geschichten schreiben, vertiefen und verbessern damit spielerisch ihre Sprach- und Schreibkompetenzen. Wissenschaftler des Lehrstuhls für Empirische Unterrichtsforschung an der FAU gehen deshalb der Frage nach, was Kinder dazu motiviert, sich in ihrer Freizeit kreativ zu betätigen.

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Malen und Schreiben in der Biographie. Zur ästhetischen Gestaltung von Identität und Alterität

Jeder Mensch verfügt über ein kreatives Potential, das in unterschiedlicher Weise genutzt wird. Wissenschaftler aus der Soziologie und Kunstpädagogik an der FAU gehen der Frage nach, welche Bedeutung bildnerisches Gestalten und kreatives Schreiben in der Biographie des Menschen von der Kindheit bis ins Seniorenalter haben. Dabei ist von besonderem Interesse, welche Rolle diese beiden Darstellungs- und Ausdruckformen bei der Auseinandersetzung des Menschen mit sich selbst und mit den vertrauten und fremden Personen seiner Umwelt spielen.

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Kreatives Schreiben und ästhetisches Gestalten

Sprachwissenschaftler und Didaktiker der FAU sowie Designer und Illustratoren der TH Nürnberg untersuchen den Verlauf individueller kreativer Schaffensprozesse von Studierenden beim Schreiben und ästhetischen Gestalten.

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Die Wirkung von Kunst auf Gehirn und Wohlbefinden

Der Einfluss von Kunstrezeption und ästhetischer Gestaltung auf das Gehirn sowie das subjektive Wohlbefinden wurde bislang kaum wissenschaftlich beleuchtet. Ein Forscherteam aus Kunstpädagogen, Neurologen und Psychogerontologen untersucht an der FAU nun erstmals die entwicklungs- und gesundheitsförderlichen Wirkungen.

Die Befunde sollen insbesondere zeigen, welche Effekte Kunstkurse auf ihre Teilnehmer haben.

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Ein Modell des bildnerischen Denkens

Bildwelten prägen unsere Kultur. Trotzdem wissen wir nur wenig über die Denkprozesse bei der Bildbetrachtung und -gestaltung. Wissenschaftler des Lehrstuhls für Philosophie versuchen derzeit an der FAU, die Besonderheiten bildnerischer Prozesse systematisch einzufangen. Ziel ist die Entwicklung eines Modells des „Bildnerischen Denkens“, mit dessen Hilfe eine gezielte Schulung unseres produktiven und rezeptiven Umgangs mit Bildern möglich gemacht werden kann.

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Kontakt

Haben Sie Fragen zum Verbundforschungsprojekt?
Kommen Sie gerne auf uns zu:
Erna Müller
Tel. 0911 / 9365-745
erna.mueller(at)staedtler.de