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Von Hand geschrieben

Liebesbriefe schreibt man immer noch von Hand. OK COMPUTER?

Songtexte schreibt man immer noch von Hand. OK COMPUTER?

Mode zeichnet man immer noch von Hand. OK COMPUTER?

Entwürfe zeichnet man immer noch von Hand. OK COMPUTER?

Was einem wirklich wichtig ist, schreibt man mit der Hand

Unsere Handschrift lässt sich durch nichts ersetzen! Texte, die einem am Herzen liegen, schreibt man weder am Computer noch schickt man sie per SMS. Sondern man schreibt sie mit Liebe. Und von Hand.
Dabei geht es nicht darum, den Computer zu verteufeln. Warum auch. Er ist aus unserer Zeit überhaupt nicht mehr wegzudenken. Aber auch die Handschrift hat ihre Berechtigung. Denn eine Handschrift macht Texte bedeutsam und fühlbar. Die Hand bringt Emotionen und Ideen zu Papier. Und das darf gerne auch in Zukunft so bleiben.


Einführung in die Kalligraphie

Die Kunst des Schreibens

Eine kleine Geschichte der Kalligraphie
Nicht falsch verstehen: Es liegt uns fern, Ihre Handschrift ungesehen zu kritisieren. Vielleicht haben Sie eine gar magische Federführung oder formulieren wie ein junger Goethe. Dennoch spielt die Kalligraphie – als Kunst des schönen Schreibens – in einer ganz anderen Liga. Nach dieser kurzen Einführung werden Sie verstehen, warum.

Die Kunst des Schreibens

Ganz schön alt
Kalligraphie gibt es bereits seit es Schrift gibt. Und das bedeutet lange. Sehr, sehr lange. Nur wie lange genau, weiß man leider nicht – man geht von ca. 5.000 Jahren aus. In der westlichen Welt entstand die schöne nahezu parallel zur Heiligen Schrift. Das Abschreiben biblischer Texte selbst wurde als sakraler Akt gesehen, weshalb es sich größte Mühe zu geben galt. Das oberste Ziel lautete: Lesbarkeit. Verziert wurden die Abschriften deshalb nur durch Illustrationen und Bilder.

Die Kunst des Schreibens

Ganz schön komplex
Ganz im Gegensatz zum Islam und Judentum. Bildliche Darstellung waren und sind hier verboten. So entwickelten arabische Schönschreiber Kalligramme – Figurengedichte, in denen sich ästhetisch gezeichnete Wörter zu Bildnissen und Symbolen zusammensetzen. Bei hebräischen Kalligraphen hat Präzision höchste Priorität. Die hoch angesehenen Sofer kopieren deshalb jeden Buchstaben der Vorlage einzeln und verzieren die Wörter mit „Krönchen“.

Die Kunst des Schreibens

Ganz schön undeutlich
In China und Japan ist die Kalligraphie sogar heute noch eine bedeutende Kunstform und dabei vor allem eines: Selbstzweck. Der eigentliche Nutzen von Schrift, sie lesen zu können, tritt vollständig in den Hintergrund. Vielmehr sollen Impulse und Emotionen sichtbar gemacht werden. Dabei kommen ausdrucksstarke Schriftbilder zustande, die häufig nur sich selbst ausdrücken.

Die Kunst des Schreibens

Ganz schön modern
Soviel zur Historie. Wer glaubt, damit sei die Geschichte gegessen, irrt allerdings. Denn auch gegenwärtig ist Kalligraphie relevant. Arabische Graffitikünstler nutzen die traditionelle Schönschrift zum Beispiel für ihre Werke und vermitteln hübsch verpackt auch politische Botschaften. Im Mittleren und Nahen Osten entsteht auf Basis der Kalligraphie somit moderne Street Art, die sich im wahrsten Sinne sehen lassen kann.

 

Die Kunst des Schreibens

Ganz schön vielseitig
Sie sehen, die Kalligraphie ist mehr als die Kunst des schönen Schreibens: Die Kunst des lesbaren, gestalterischen, fehlerfreien, expressionistischen oder auch gesprayten Schreibens. Und auch wenn Sie Ihre Notizen und Einkaufszettel nicht mit Tusche zaubern, kann Ihre Handschrift schön sein. In jedem Fall aber sagt sie viel über Sie aus. Viel mehr als ein Worddokument oder eine E-Mail. Und das gefällt uns. Und Ihnen?


Anleitungen

Liebesbrief

Gar nicht lang ist es her, da wurde das wohl älteste Handbuch zum Thema Liebesbriefe entdeckt.
Wo? Stilecht in Verona, der Heimat von Shakespeares Romeo und Julia. Der rosarote Wälzer namens „modi dictaminum“ wurde von dem mittelalterlichen Liebesexperten Guido verfasst, der empfiehlt, die Schönheit der Verehrten mit Edelsteinen zu vergleichen. Das schadet definitiv nie.
Als intimste Form der schriftlichen Kommunikation ist der Liebesbrief heilig. Kommen Sie niemals auf die Idee, ihn durch eine SMS oder E-Mail zu ersetzen. Das Geständnis der eigenen Gefühle wird nur handgeschrieben glücken.

Unsere Anleitung zeigt, wie‘s geht!

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Tagebuch

Die geheime Autobiographie....

Serviert man beim Liebesbrief schon sein Herz auf dem Silbertablett, ist das Tagebuchschreiben die Offenlegung seiner Selbst par excellence. Kein anderer Text ist persönlicher, intimer und nur einem Leser gewidmet: seinem Verfasser. Leider fällt es uns nicht leicht, regelmäßig Tagebuch zu führen, denn es mangelt nicht nur an Zeit, sondern auch an Disziplin.
Dennoch lohnt sich der – tatsächlich minimale – Aufwand, denn sich mit sich selbst auseinander zu setzen, bringt Ordnung in unser chaotisches Leben. Und auch wenn Sie gerne posten, bloggen und Ihre Frühstücksrituale mit dem world wide web teilen, ist das keine wirkliche Alternative.
Selbstreflexion heißt schließlich, sich selbst zu reflektieren und sich nicht mit Kommentaren und Like-Funktionen sozialer Netzwerke reflektieren zu lassen. Nur Mut!

Unsere Anleitung gibt Starthilfe, damit Ihr Tagebuch dauerhaft wachsen kann.

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Schönschrift

Schönschreiben war vorgestern. Nämlich in der Schule, als die strenge Lehrerin uns auf ästhetischen Perfektionismus hin drillte und hübsche Schleifchen mit einem lachenden Gesicht belohnte. Heute kritzeln wir nur noch notgedrungen, sofern kein Computer, Tablet oder Smartphone griffbereit ist. Darüber haben wir nicht nur die Schönschrift verlernt, sondern auch die Bedeutung der Handschrift selbst.

Höchste Zeit, das zu ändern.

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Typ-Test


FAQ

Kann ich auch mit einem X unterschreiben?

In den meisten Ländern geht das nicht. Schließlich dient die individuelle Unterschrift dazu, Dokumente, etc. persönlich zu bestätigen und ein X reicht als Identifikationsnachweis eher nicht aus. Früher hingegen wurde oft mit einem oder sogar 3 X unterschrieben. Dies outete den Unterzeichenden allerdings als Schreibunkundigen oder – modern gesagt – als Analphabeten.

Weil Sie es zu wenig tun. Mit der Handschrift ist es wie mit dem Sport: 1x Joggen verwandelt keine Couchpotato in einen Spitzenathleten, sondern beschert erstmal nur  das Katergefühl in den Muskeln. Training macht den Meister. Das gilt auch für Stiftakrobaten. Also fleißig üben und dran bleiben: Dann gewöhnt sich Ihre Hand auch wieder an die ungewohnte Belastung und schreibt irgendwann „ganz von selbst“.

Faksimile bedeutet auf Lateinisch ungefähr „Mach‘s mir nach!“. Folglich bezeichnet der Begriff die originalgetreue Kopie eines Dokuments und zwar in Größe, Farbe und Erhaltungszustand. Häufig werden Faksimilia in Museen eingesetzt, wenn das historische Original zu wertvoll ist und dennoch ausgestellt werden soll. Der anspruchsvolle Herstellungsprozess erfolgt über komplexe
druck- oder fotomechanische Verfahren und nicht von Hand, da sich keine Handschrift 1:1 kopieren lässt.

Ja. Die Schrift ist eines der wichtigsten Merkmale des Menschen, die Handschrift eines der wichtigsten Merkmale des Individuums. Denn kein anderer Mensch schreibt wie Sie – außer am Computer. Und bei aller Liebe zu technischem Fortschritt und Arbeitserleichterung: Getipptes ist nicht gleich Geschriebenes und wird es auch niemals sein.

Bei ca. 85-90% aller Menschen ist das die Rechte. Aber nicht falsch verstehen: Die dominante Hand unterdrückt die andere nicht. Sie ist vielmehr diejenige, die wir zum Verrichten komplizierter Prozesse benutzen. Dazu zählt auch das Schreiben. Früher wurden Linkshänder zu Rechtshändern umerzogen. Davon hält man heute aber nichts mehr, da die jeweils gegenseitige Gehirnhälfte für die Dominanz verantwortlich ist und sich dieser Umstand schlecht ändern lässt. Interessanterweise haben auch Tiere eine Lieblingshand oder -Pfote. Rechts- und Linkshänder sind hier allerdings nahezu gleich stark vertreten.

Da gibt es viele Möglichkeiten. Wir stellen Ihnen die 3 Einfachsten vor: Milch, Essig und Zitronensaft. Ersetzen Sie die gute alte Tinte einfach gegen eine dieser Flüssigkeiten und verfassen Sie Ihre unsichtbare Nachricht auf normalen Papier. Der Empfänger muss die Botschaft dann lediglich über einer Kerze oder Ähnlichem erwärmen – schon werden Ihre Worte sichtbar. Das macht nicht nur Kindern Spaß!

Weil Ihnen zum Beispiel die Traumfrau, der Traummann, der Traumjob oder die Traumwohnung an der nächsten Ecke begegnen kann. Mit einem Stift sind Sie gewappnet und können schnell Wichtiges notieren. Im Zeitalter von Handy und Smartphone geht das natürlich auch anders, trotzdem ist die traditonelle Variante einfach besser. Schließlich ist die auf die Serviette gekritzelte Telefonnummer des Flirts ein viel schöneres Andenken als ein hinzugefügter Kontakt im Handy.

Warum schreiben wir so selten?

Weil uns Computer und Konsorten überall die Handarbeit abnehmen. Die meisten Arbeitsplätze sind heute mit einem Rechner ausgerüstet – und in fast allen 4 Wänden erwarten Laptop & Co bereits unsere Ankunft nach Feierabend. Das macht faul. Auch unterwegs werden wir dank Smartphones immer bequemer und zücken statt Zettel und Stift lieber den elektronischen Liebling. Natürlich erleichtern uns diese Geräte das Leben und das freut uns alle. Darf es auch. Nur hin und wieder mal bewusst zum Stift zu greifen schadet niemandem – am allerwenigsten unserem Hirn.

Besser wäre es. Nicht nur weil es gut fürs Köpfchen ist. Schreiben fördert die Koordinationsfähigkeit und wirkt sich positiv auf das ganze Gehirn aus, weil es viele wichtige Teile trainiert. Beim Tippen auf der Tastatur sind die Abläufe weniger komplex. Zudem verankert sich Geschriebenes besser im Gedächtnis und wird leichter erinnert als wenn man es abtippt.

Na, wir wollen mal nicht den Teufel an die Wand malen. Beschönigen aber auch nicht. Sagen wir es so: Die Schrift an sich wird uns in jedem Fall noch lange erhalten bleiben. Aber wir greifen gerne auf andere Hilfsmittel zurück. Das zeigt sich an so simplen Beispielen, wie Hörbüchern oder Walkie-Talkie-Funktionen fürs Handy. Umso wichtiger ist es, sich hin und wieder Zeit für "altmodische", aber essentielle, menschliche Fähigkeiten wie das Schreiben zu nehmen und sie bewusst aufrechtzuerhalten. In einer schnelllebigen Welt darf die Devise auch mal "Entschleunigung" lauten.

Unter zwei Voraussetzungen: Entweder Sie sind ein echtes Kalligraphie-Talent und werden für das Schreiben schöner Worte bezahlt oder Sie sind tot. Harte, aber wahre Worte. Bill Gates bezahlte für ein Notizbuch Leonardo da Vincis mehr als 30 Mio.$. Wäre der italienische Gelehrte noch am Leben, hätte der Microsoft-Gründer wohl deutlich weniger bezahlt.

Nichts leichter als das! Anstatt einen herkömmlichen Füller zu verwenden nehmen Sie besser den STAEDTLER pigment liner. Dieser Fineliner trocknet in Sekundenschnelle, damit garantiert nichts verwischt. 9 Strichbreiten sorgen zudem für vielfältige Einsatzmöglichkeiten.

Naja, der Deutschen liebstes Allroundtalent wusste die einfache Anwendung des Bleistifts schon immer zu schätzen. Denn mit der Feder schreiben implizierte damals noch das Tintenfass - inklusive eintunken und abstreifen. Da lobte sich Goethe doch den unkomplizierten Griff zum Bleistift, welchen er auch in "Dichtung und Wahrheit" preist: "In eben diesem Sinn griff ich weit lieber zu dem Bleistift, welcher williger die Züge hergab; denn es war mir einige Male begegnet, dass das Schnarren und Spritzen der Feder mich aus meinem nachtwandlerischen Dichten aufweckte, mich zerstreute und ein kleines Produkt in der Geburt erstickte."

Zwei Möglichkeiten: Sie haben schlechte Bleistifte oder einen alten Spitzer. Machen Sie den Test mit einem STAEDTLER-Bleistift. Wenn beim Spitzen auch hierbei die Mine bricht ist der Spitzer schuld, bzw. reif für die Rente. Im Laufe der Zeit wird die Klinge des Spitzers stumpf, weshalb er den Dienst quittiert. Ersetzen Sie ihn deshalb regelmäßig durch einen Neuen. Faustregel: Nach 12 komplett-abgespitzten Bleistiften oder 24 Farbstiften ist Feierabend.